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Fundstücke

Die WM und die Sponsoren

Fußball-WM: Sponsoren im Kreuzfeuer der Kritik
Experten: „FIFA verpasst Chance, für gesundes Leben zu werben“
Die WM-Sponsoren wurden eindeutig nicht nach Gesundheitskriterien gewählt (Foto: Wikimedia Commons)

London/Georgia/Wien (pte/07.06.2010/13:45) – Der internationale Fußballverband FIFA hat sich mit der Auswahl seiner Sponsoren für die Fußball-WM in Südafrika ein Eigentor geschossen. So lautet die Kritik des World Cancer Research Fund WCRF http://www.wcrf.org, in deren Mittelpunkt besonders die Sponsoren Coca Cola, McDonalds und Budweiser stehen. „Würde die FIFA mit gutem Beispiel vorangehen und verkünden, dass sie künftig keine Sponsoren akzeptiert, die für ungesunde Produkte stehen, könnte das der Gesundheit der Menschheit starken Auftrieb geben“, so Teresa Nightingale, Geschäftsführerin der Organisation, gegenüber der BBC.

Verpasste Chance für Kampf gegen Übergewicht

Dass dem Fußball Sponsoren gut täten, die für Gesundheit und aktiven Lebensstil stehen, betont auch Andrea Hofbauer, Vorsitzende des Diätologenverbandes http://www.diaetologen.at gegenüber pressetext. „Fußball erreicht genau die breite Zielgruppe, die sonst nur schwer für Gesundheitsbotschaften angesprochen werden können. Es wäre gelebte Corporate Social Responsibility, wenn auch einzelne Verbände und Sportvereine, die teils bis zu Millionen Fans hinter sich haben, in ihren Grundregeln niederschreiben, dass sie für gesunde Werte stehen.“

Die Kritik sollte zum Nachdenken anregen, welchen Einfluss Werbung für Fastfood und gezuckerte Getränke auf Kinder hat, informiert der WCRF per Blogeintrag. Umgehend antwortete der Internationale Werbeverband IAA http://www.iaaglobal.org , dass Werbung meist nur marginalen Einfluss auf die Ernährung von Kindern habe. Doch selbst in diesem Fall sei, so die WCRF-Retourkutsche, schon ein kleiner richtiger Schritt wichtig, um etwa Übergewicht zu bekämpfen. Für die WM 2014 in Brasilien wird sich freilich noch wenig ändern, denn die Verträge der drei kritisierten Sponsoren reichen noch bis dorthin.

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Vegetarier.Net jetzt auch für Mobilgeräte

QR code - m.vegetarier.netDiesmal in eigener Sache: unter m.vegetarier.net ist unsere Seite nun überall mit einem aktuellen, internetfähigen Mobiltelefon und einem entsprechenden Zugang ins mobile Internet erreichbar.

Beim Aufruf der mobilen Internetseiten wird die eingesetzte Technologie des anfragende Endgeräts automatisch erkannt und zeigt eine optimale Darstellung der Informationen und Services von vegetarier.net an. Getestet mit iPhone und Android Geräten.

Die nebenstehende Grafik des QR-Codes enthält die Webadresse http://m.vegetarier.net, damit diese nicht mehr eingetippt werden muss.

Viel Spass damit. Rückmeldungen dazu bitte hier rein…

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Neues von der Fleischmafia

Der verborgene Tod – Lämmer im Schlachthaus

Der verborgene Tod - Lämmer im Schlachthaus
Der verborgene Tod - Lämmer im Schlachthaus

Jedes Jahr werden in Cannes die besten Fotografen in verschiedenen Kategorien mit dem Sony World Photography Awards und Geld- und Sachpreise ausgezeichnet.

Der italienische Fotograf Tommaso Ausili reichte unter den fast 80.000 Bildeinsendungen seine Bilderserie aus einem Schlachthof ein.

Er nannte die Serie „The Hidden Death“ (Der verborgene Tod) und gewann damit den „Iris d´Or“ und die begehrte Auszeichnung „Photographer of the Year“.

Schaut euch das Bild links bitte einmal in Originalgröße an…

Bevor mir wieder vorgeworfen wird, dass ich hier ahnungslose(?) Konsumenten mit unappetitlichen Bildern belästige, die so nicht gezeigt werden dürften: so pervers werden nun mal Tierkinder produziert ermordet, damit mensch leckeres(?) Lammfleisch auf den Teller bekommt. Der gemeine Konsument – für den das alles gemacht wird – muss sich doch bei solchen Bildern aus dem Schlachthof stolz auf die Schulter klopfen, oder?

Update: hier weitere Bilder der Serie

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Neues von der Fleischmafia

Veggie-Burger die Zweite: was ist drin?

Nun, Sascha hat bei McDonald’s wegen deren „100%“ vegetarischen Burger angefragt (Merci!) und folgende Antwort erhalten:

Es handelt sich bei unserem Veggieburger – im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs – um ein vegetarisches Produkt, da weder Fleisch noch Fisch enthalten sind. Es ist kein veganes Produkt, denn sowohl Eier als auch Milch gehören zu seinen Zutaten. Der verwendete Käse wird mit Hilfe von natürlichem Lab, einem tierischen Enzym, hergestellt.“ Hier Details (PDF)

Hier ein paar Infos, zu dem harmlos klingenden „natürlichem Lab“: Tierisches Enzym (auch Laab, Kälberlab, Käsemagen) bedeutet: Tierisches Lab – Naturlab. Das wird in den sogenannten Hauptzellen der Magenschleimhaut des vierten Magens (Labmagen) junger, noch Milch saugender Wiederkäuer zur Milchverdauung produziert und von diesen Zellen dann bei Bedarf sezerniert. (Wikipedia)

Widerlich, was der gemeine Homo Sapiens heutztage mit „noch Milch saugender Wiederkäuer“ (also neugeborene Kälber, die nach 2 bis 10 Tagen von der Mutterkuh getrennt werden!) so alles treibt. Diesbezüglich habe ich da was mit Grinsebacke und TV-Koch Johann Lafer, ein paar Kindern und zerlegten Kälbern erlebt… Die Tage mehr.

Wichtiges Update (von Sascha per Email am 3.3.10): McDonald’s hat die Aussage, dass „Der verwendete Käse wird mit Hilfe von natürlichem Lab, einem tierischen Enzym, hergestellt.“ wird, zurückgenommen. „Richtig soll sein, dass der Käse für unseren Veggieburger ausschließlich mit Hilfe von mikrobiell hergestelltem Lab produziert wird und somit keine tierische Bestandteile enthält.„, so der Customer Service, McDonald’s Deutschland Inc.

Wenn McDonald’s nun behauptet, dass „keine tierische Bestandteile“ im Käse des Veggieburger sein sollen, würde bedeuten, dass deren Käse nun auch ohne Milch hergestellt worden ist? McDonald’s scheint selbst nicht so ganz zu wissen, was bei denen so in den Burgern ist…

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TV Sender sucht Vegetarier-Fleischesser-Pärchen!

Gesucht: Vegetarier-Fleischesser-Pärchen!

Für einen TV-Beitrag für eine bundesweit ausgestrahlte Magazinsendung werden Pärchen gesucht, von denen ein Partner Vegetarier und einer Fleischesser ist. Was für Probleme kommen im täglichen Zusammenleben auf? Was für Streitpunkte treten auf? Wir wollen gerne mehr wissen. Das kann bei der Verwahrung des Fleisches im Kühlschrank anfangen und beim gemeinsamen Kochen aufhören. Ihr habt Lust von euren Konflikten bzw. Erfahrungen zu berichten?

Dann meldet euch gerne unter katja.bruns@rtl.de

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Neues von der Fleischmafia

McDonald’s und die Frauen: Veggie-Burger die Zweite

Es gab vor einigen Jahren bei McDonald’s schon mal den Veggie Burger (Gemüse Mäc). Der verschwand aber 2003 sang und klanglos. Um nun die Kundengruppe „Frauen“ zu erschließen, will McDonald’s diesen aber wieder anbieten, so schreibt es Spiegel Online.

Wird er vegan sein? Wird er auch mit einem Menü angeboten? Wird er auf einem separaten Gerät gegrillt oder auf dem allseits beliebten Fleischgrill? Was wird noch drin sein, außer Kartoffeln, Paprika und Karotten?

Und ob die Frauen damit so einfach zu locken sind, wie die Kinder, die die Fastfood-Kette so gerne mit den Eltern in den – bald grünen statt roten – Läden hat, wird sich auch noch zeigen.

Ob mit oder ohne Veggie-Burger: McDonald’s bleibt für mich tabu. Alleine die Vorstellung, sich mit dieser merkbefreiten Kundschaft in eine Reihe zu stellen und die Atemluft zu teilen, löst einen Brechreiz aus…

Alternative: bei Burger King gibt es seit Jahren den „Country Burger“. Der schmeckt recht lecker – wird aber nicht mit einem Menü oder sonstwie beworben. Der ist nur auf der kleinen Speisekarte – die irgendwo rumhängt – ausgewiesen. Immerhin ist die Nachfrage so gering, dass er immer frisch zubereitet wird 🙂

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„Bund Deutscher Tierfreunde“ oder „Bund Deutscher Currywurstesser“?

Da finde ich doch einen dieser „Bund Deutscher Tierfreunde„-Leute (hier wichtige Infos zu diesem Verein) – die in unserer Fußgängerzone um Mitglieder werben – an der Currywurstbude um die Ecke, beim aktiven verspeisen von Massentierhaltungsprodukten im Naturdarm (erkannt an der Jacke mit dem Logo auf dem Rücken). Auf die Frage, warum er als „Tierfreund“ hier ne Currywust konsumiert, bekomme ich die Antwort „Man kann auch Tiere gerne haben und trotzdem Tiere essen“. Ja ne, is klar. Liebe geht halt durch den Magen.

Aber schon interessant, wie viele Menschen bei denen am Stand stehen und Mitgliederanträge ausfüllen.

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Veggie Kids

Kinderkanal-Homepage: Suchfunktion verweigert Suche nach „vegetarisch“ oder „Vegetarier“

Vor einigen Monaten ist der Kinderkanal von ARD/ZDF schon einmal wegen einem recht eigenartigen Bericht über Vegetarier aufgefallen (Kinderkanal: wie schiebe ich einem Vegetarier Fleisch unter?)

Nun hat Anika herausgefunden, dass über die KiKA-Suchfunktion auch nicht nach „Vegetarier oder „vegetarisch“ gesucht werden kann.

Ergebnisse der Suchfunktion der Kinderkanal Homepage:

kika_suche_vegetarisch Kinderkanal und die Suche nach "Vegetarier"

Der Suchfilter der KiKa Homepage meint wohl, dass hier jemand nach „arisch“ sucht. Und Vegetarier enthält ja auch „Arier“ (bitte jetzt nicht wieder diese unsinnige Diskussion 😉

Somit ist es den Kindern, die die KiKa Homepage besuchen nicht möglich, sich über eine fleischfreie Ernährung zu informieren. Es ist außerdem unglaublich, dass niemand bei der KiKa Redaktion die eingebenen Suchbegriffe überprüft. Immerhin findet man so heraus, nach was Kinder so alles suchen. Scheint nicht so wichtig zu sein… Arisch blöd, mein ich.

Überflüssig zu erwähnen, dass bei der Suche nach „Fleisch“ den Kindern mehr als 40 Rezepte anzeigt werden. U.a. für die Zubereitung von Tierkindern (Lammbraten)… Mal sehen ob und wie sich die Redaktion des Kinderkanals dazu äußert.

Achja: die Kindersuchmaschinen fragFINN.de und blinde-kuh.de lassen ihr Angebot nach „Vegetarier“ und „vegetarisch“ durchsuchen.

Update: die Antwort der KiKa Readaktion liegt vor. Es ist mir fast zu peinlich, dass hier zu schreiben: es ist den Betreibern der Kinderkanal-Homepage tatsächlich nur möglich, Wortstämme sperren bzw. zensieren zu lassen. Und da Arier nun mal in Vegetarier vorkommt, haben wir resp. die Kinder einfach Pech gehabt… Es ist auch nicht abzusehen, wann und ob das geändert wird, so die KiKa Redaktion. Also gibt es für die Kinder bei dem Kinderkanal keine Vegetarier oder „vegetarische Rezepte“ 🙁 Unglaublich, oder?

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Durchbruch beim Kunstfleisch: das Steak aus der Retorte

Na endlich. Wir haben bereits vor einigen Jahren über sogenanntes „Neues Fleisch – Novel Protein Food (NPF) “ berichtet. Nun scheint es niederländischen Wissenschaftlern wirklich gelungen zu sein, im Labor tierisches Muskelgewebe zu züchten. Damit steht das „Steak aus der Retorte“ vor dem Durchbruch.

Schweine-Stammzellen werden dazu gebracht, sich zu teilen, um so die die notwendige Biomasse zu erzeugen. Im weiteren Prozess bildet sich dann  Muskelgewebe. Somit ist es nicht mehr weit für Kunstfleisch. Damit kann man dann alles nachbilden, was der normale Verbraucher so alles konsumiert (Veg*s sind keine normalen Verbraucher!).

Der Konsument, da bin ich mir sicher, wird dieses Kunstfleisch früher oder später akzeptieren. Wenig Fett. Viel Muskeln. Billig. Letzteres dürfte nach den heutigen Erfahrungen ausschlaggebend sein. In der Folge wird immer mehr Kunstfleisch produziert (Ähnlichkeiten zu dem Science-Fiction-Film „Soylent Green“ sind rein zufällig), aber dafür weniger Tiere erzeugt (künstlich besamt), gemästet (mit Genfutter) und dann getötet (latürnich durch streicheln!). Womöglich stellt dieses Kunstfleisch tatsächlich die Zukunft der fleisch**essenden Gesellschaft in 50 Jahren dar. Perfektes Fleisch.

Das einige Firmen damit das Patent auf  „das Essen“ haben, ist ein zu vernachlässigender Faktor. Wir bleiben ja beim Gemüse, oder?

Gefunden habe ich diese Infos bei Heise.de. Bitte die Forenbeiträge der dortigen deutschen IT-Elite beachten („Ich will, dass das Tier leidet und blutet, bevor ich es konsumiere“).

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Neues von der Fleischmafia

Greenpeace rät: rotten Sie doch bitte andere Fischarten aus!

Der aktualisierte Fischratgeber von Greenpeace rät: kein Rotbarsch, Scholle, Seeteufel, Steinbeißer und Victoriabarsch zu essen! Davon gibts nicht nämlich mehr viele. Lieber Karpfen, Forelle und Pangasius (Aquakultur; hauptsächlich aus Südostasien; Aufzucht und weltweiter Transport ist nachweislich ökologischer Unsinn!) töten lassen und „konsumieren“. Davon haben wir ja noch genug. Greenpeace rät, nur Fisch aus gesunden Beständen zu kaufen, der „mit schonenden Methoden“ gefangen wird. Das ist ungefähr genauso ein Dummgelabere wie das humane töten von („Bio-„)Säugetieren.

Wir raten: essen Sie am besten keinen Fisch und informieren Sie sich zum Thema „Überfischung“ – und nehmen Sie Greenpeace nicht mehr ernst. Das tun wir schon lange nicht mehr.