“Bund Deutscher Tierfreunde” oder “Bund Deutscher Currywurstesser”?

Da finde ich doch einen dieser “Bund Deutscher Tierfreunde“-Leute (hier wichtige Infos zu diesem Verein) – die in unserer Fußgängerzone um Mitglieder werben – an der Currywurstbude um die Ecke, beim aktiven verspeisen von Massentierhaltungsprodukten im Naturdarm (erkannt an der Jacke mit dem Logo auf dem Rücken). Auf die Frage, warum er als “Tierfreund” hier ne Currywust konsumiert, bekomme ich die Antwort “Man kann auch Tiere gerne haben und trotzdem Tiere essen”. Ja ne, is klar. Liebe geht halt durch den Magen.

Aber schon interessant, wie viele Menschen bei denen am Stand stehen und Mitgliederanträge ausfüllen.

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Kinderkanal-Homepage: Suchfunktion verweigert Suche nach “vegetarisch” oder “Vegetarier”

Vor einigen Monaten ist der Kinderkanal von ARD/ZDF schon einmal wegen einem recht eigenartigen Bericht über Vegetarier aufgefallen (Kinderkanal: wie schiebe ich einem Vegetarier Fleisch unter?)

Nun hat Anika herausgefunden, dass über die KiKA-Suchfunktion auch nicht nach “Vegetarier oder “vegetarisch” gesucht werden kann.

Ergebnisse der Suchfunktion der Kinderkanal Homepage:

kika_suche_vegetarisch Kinderkanal und die Suche nach "Vegetarier"

Der Suchfilter der KiKa Homepage meint wohl, dass hier jemand nach “arisch” sucht. Und Vegetarier enthält ja auch “Arier” (bitte jetzt nicht wieder diese unsinnige Diskussion ;)

Somit ist es den Kindern, die die KiKa Homepage besuchen nicht möglich, sich über eine fleischfreie Ernährung zu informieren. Es ist außerdem unglaublich, dass niemand bei der KiKa Redaktion die eingebenen Suchbegriffe überprüft. Immerhin findet man so heraus, nach was Kinder so alles suchen. Scheint nicht so wichtig zu sein… Arisch blöd, mein ich.

Überflüssig zu erwähnen, dass bei der Suche nach “Fleisch” den Kindern mehr als 40 Rezepte anzeigt werden. U.a. für die Zubereitung von Tierkindern (Lammbraten)… Mal sehen ob und wie sich die Redaktion des Kinderkanals dazu äußert.

Achja: die Kindersuchmaschinen fragFINN.de und blinde-kuh.de lassen ihr Angebot nach “Vegetarier” und “vegetarisch” durchsuchen.

Update: die Antwort der KiKa Readaktion liegt vor. Es ist mir fast zu peinlich, dass hier zu schreiben: es ist den Betreibern der Kinderkanal-Homepage tatsächlich nur möglich, Wortstämme sperren bzw. zensieren zu lassen. Und da Arier nun mal in Vegetarier vorkommt, haben wir resp. die Kinder einfach Pech gehabt… Es ist auch nicht abzusehen, wann und ob das geändert wird, so die KiKa Redaktion. Also gibt es für die Kinder bei dem Kinderkanal keine Vegetarier oder “vegetarische Rezepte” :( Unglaublich, oder?

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Durchbruch beim Kunstfleisch: das Steak aus der Retorte

Na endlich. Wir haben bereits vor einigen Jahren über sogenanntes “Neues Fleisch – Novel Protein Food (NPF) ” berichtet. Nun scheint es niederländischen Wissenschaftlern wirklich gelungen zu sein, im Labor tierisches Muskelgewebe zu züchten. Damit steht das “Steak aus der Retorte” vor dem Durchbruch.

Schweine-Stammzellen werden dazu gebracht, sich zu teilen, um so die die notwendige Biomasse zu erzeugen. Im weiteren Prozess bildet sich dann  Muskelgewebe. Somit ist es nicht mehr weit für Kunstfleisch. Damit kann man dann alles nachbilden, was der normale Verbraucher so alles konsumiert (Veg*s sind keine normalen Verbraucher!).

Der Konsument, da bin ich mir sicher, wird dieses Kunstfleisch früher oder später akzeptieren. Wenig Fett. Viel Muskeln. Billig. Letzteres dürfte nach den heutigen Erfahrungen ausschlaggebend sein. In der Folge wird immer mehr Kunstfleisch produziert (Ähnlichkeiten zu dem Science-Fiction-Film “Soylent Green” sind rein zufällig), aber dafür weniger Tiere erzeugt (künstlich besamt), gemästet (mit Genfutter) und dann getötet (latürnich durch streicheln!). Womöglich stellt dieses Kunstfleisch tatsächlich die Zukunft der fleisch**essenden Gesellschaft in 50 Jahren dar. Perfektes Fleisch.

Das einige Firmen damit das Patent auf  “das Essen” haben, ist ein zu vernachlässigender Faktor. Wir bleiben ja beim Gemüse, oder?

Gefunden habe ich diese Infos bei Heise.de. Bitte die Forenbeiträge der dortigen deutschen IT-Elite beachten (“Ich will, dass das Tier leidet und blutet, bevor ich es konsumiere”).

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Greenpeace rät: rotten Sie doch bitte andere Fischarten aus!

Der aktualisierte Fischratgeber von Greenpeace rät: kein Rotbarsch, Scholle, Seeteufel, Steinbeißer und Victoriabarsch zu essen! Davon gibts nicht nämlich mehr viele. Lieber Karpfen, Forelle und Pangasius (Aquakultur; hauptsächlich aus Südostasien; Aufzucht und weltweiter Transport ist nachweislich ökologischer Unsinn!) töten lassen und “konsumieren”. Davon haben wir ja noch genug. Greenpeace rät, nur Fisch aus gesunden Beständen zu kaufen, der “mit schonenden Methoden” gefangen wird. Das ist ungefähr genauso ein Dummgelabere wie das humane töten von (“Bio-”)Säugetieren.

Wir raten: essen Sie am besten keinen Fisch und informieren Sie sich zum Thema “Überfischung” – und nehmen Sie Greenpeace nicht mehr ernst. Das tun wir schon lange nicht mehr.

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Vegetarier fliegen nicht?

Da fliege ich mit meiner Frau in die USA. Latürnich haben wir – wie immer – bereits im Vorfeld vegetarisches Essen geordert. Nun, es kommt wie es kommen musste: wir werden bei der Essensausgabe von einer netten Stewardess über den Bordlautsprecher ausgerufen, “die beiden Vegetarier mögen sich doch bitte melden”. Naja. Mit einem Schmunzeln nehmen wir unser wirklich köstliches Essen – indisches Mattar mit Reis – mit einem veganem(!) Cookie entgegen.

Nun, was essen die anderen > 250 Passagiere? Wir waren definitiv die einzigen an Bord, die veg* Essen geordert haben! Bei so vielen Passagieren und einem geschätzten Anteil von 8% Veg*s müssten sich noch mindestens 18 weitere Menschen fleischfrei ernähren. Nur: wo sind die? Fliegen die nicht? Melden diese nicht Ihre Essgewohnheiten an (OK, die Amerikaner sehen Vegetarier grundsätzlich als Bedrohung an, weil die ja auch kein Schweinefleisch essen…)? Lassen die ihr Fleisch zurückgehen und essen nur die Beilagen? Essen die Veg*s nichts beim fliegen und trinken nur Tomatensaft ;-) ? Problem mit dem Outing als Veg?

Sind wir vielleicht doch nicht mal 8% der Bevölkerung sondern gerade mal 1%? Ich bin da gerade etwas frustriert…. Wer kann das erklären? Achja: beim Rückflug war es nicht anders.

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Welt-Vegan-Tag am 1. November 2009

Die britische Vegan Society rief 1994 anläßlich des 50sten Jahrestags ihres Bestehens und der Einführung des Worts “vegan” in die englische Sprache den “Weltvegantag” ins Leben, der seither an jedem 1. November begangen wird.

Ein Mensch konsumiert in Deutschland durchschnittlich im Lauf seines Lebens die Körper von 600 Hühnern, 22 Schweinen, zwanzig Schafen, sieben Rindern. Hinzu kommen die Leichen vieler anderer Tiere, darunter unzählige Fische, deren Zahl nicht zu ermitteln ist, da sie so wenig als Individuen wahrgenommen werden, daß sie in den offiziellen Statistiken nur in Tonnen bemessen werden sowie die Tatsache, daß allein für den Eikonsum 70 Hennen jeweils ein Jahr leiden, um dann getötet zu werden, und ebensoviele männliche Kücken unmittelbar nach dem Schlüpfen vergast oder vermust werden. Rechnerisch leidet eine Henne für ein Ei – gleich, ob in der Pfanne, in Eiernudeln oder Keksen – mehr als einen Tag, für einen Liter Milch eine Kuh eine Stunde, für ein Kilo Käse oder ein Pfund Butter einen halben Tag. Ein gewöhnliches Stück Kuchen bedeutet, eine Kuh eine Stunde und ein Huhn 8 Stunden zu mißhandeln.

Daran ändern auch angeblich verbesserte Methoden der Gefangenhaltung nichts. Immer mehr Menschen erkennen, daß dies ethisch inakzeptabel ist, und leben daher vegan. Veganismus ist eine Lebensweise, bei der der Konsum aller “Tierprodukte” abgelehnt wird. Dies betrifft neben der Ernährung z. B. auch Kleidung und andere Gebrauchsgegenstände aus Haut und anderen Tierprodukten (“Leder”, “Seide”, Tier”wolle” usw.).

Wir rufen daher dazu auf, in Zukunft keine Tiere mehr zu quälen und umzubringen. Kurz: vegan zu leben.

Text von veganismus.de – Weitere Pro Vegane Seite: pro-vegan.info

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Nutztiere erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Treibhausgase!

Bereits im Jahre 2006 hat die Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) veröffentlicht, dass die weltweite Fleischproduktion für 18% der durch Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich ist.

Für das World-Watch-Institut haben nun 2 Umweltwissenschaftler der Weltbank diese Zahlen nachgerechnet und korrigiert: Die FAO, welche sich weltweit für einen höheren Fleischkonsum einsetzt, hat bei ihren Berechnungen einiges “übersehen”, anderes unterschätzt und manche Emmissionen falsch zugeordnet.

Nach Korrektur dieser Fehler und Anpassung an den aktuellen Stand der “Tierproduktion” (von 2006 bis 2009 hat sich diese weltweit weiter erhöht) stellten die Wissenschaftler fest, dass der Beitrag der Produktion tierischer Produkte auf die Treibhausgase mindestens (!) 51% betragen!

Statt den von der FAO berechneten 7516 Millionen Tonnen CO2-eq pro Jahr erzeugt die Produktion tierische Nahrungsmittel ganze 32564 Millionen Tonnen CO2-eq.

Dies heisst: Selbst wenn man weltweit auf alternative Energien umsteigen würde, alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen und alle Autos und Flugzeuge verbieten würde, wäre der Effekt fürs Klima kleiner, als wenn man die Ernährung von tierischen auf pflanzliche Produkte umstellen würde.

Der ganze Artikel aus dem aktuellen WorldWatch-Magazin ist online erhältlich: Livestock and Climate Change.
Presseerklärung des World-Watch-Institutes: Livestock Emissions: Still Grossly Underestimated?
Veröffentlicht hat diese Meldung: Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)

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Twitter…

Jaja, es ist wichtig, einen Account bei Twitter zu haben! Das sagt jeder. Sogar die Tagesschau. Also sind wir nun auch bei Twitter. Keine Ahnung warum und weshalb und wer es braucht, aber es scheint hip zu sein… Zu unserer Twitter Seite.

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1. Oktober: Welt-Vegetariertag: «Konsequenter Tierschutz is(s)t vegetarisch»

Seit 1977 wird jeweils am 1. Oktober der Welt-Vegetariertag gefeiert. Ursprünglich wurde er von der North American Vegetarian Society ins Leben gerufen. Heute ist er von allen Vegetarier-Organisationen auf der Welt übernommen worden.

Obwohl jeder Mensch sich tagtäglich mit seiner Ernährung befassen muss, wird nur allzu selten darüber nachgedacht, welche Auswirkungen die eigene Ernährungsweise hat.

Dieser Tag soll die enormen globalen und lokalen Folgen des Fleischkonsums ins Bewusstsein bringen. Dazu gehören unter anderem die weitreichenden ökologischen und die gesundheitlichen Folgen. Auf der Homepage von www.vegetarismus.ch (von denen ich diesen Text geklaut habe) finden Sie auf über 1700 Internetseiten umfassende Informationen zur vegetarischen Lebensweise in all ihren Aspekten.

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Hagen Rether – Die Wahrheit über Fleisch

Bekanntlich mag ich Hagen Rether. Bei Wikipedia steht sogar, dass er Vegetarier sein soll. Das erklärt, warum er in seinem Programm über Separatorendreck und Tiertransporte spricht. Außerdem hinterfragt er, ob es ein “Menschenrecht auf Leberwurstbrot” gibt, weil die Menschen sich schon morgens mit Tierkadavern vollstopfen.

Nicht das seine Zuschauer das unbedingt kapieren. Die lachen zwar beschämt, wenn Herr Rether ihnen den Spiegel vorhält, aber in der Pause drücken die sich wieder die vermusten und gewürzten Säugetiere in Form von Bratwürsten rein, als hätten Sie keine 5 Minuten vorher etwas über die Zustände der Massentierhaltung gehört (live erlebt!).

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