Jaja, es ist wichtig, einen Account bei Twitter zu haben! Das sagt jeder. Sogar die Tagesschau. Also sind wir nun auch bei Twitter. Keine Ahnung warum und weshalb und wer es braucht, aber es scheint hip zu sein… Zu unserer Twitter Seite.
Seit 1977 wird jeweils am 1. Oktober der Welt-Vegetariertag gefeiert. Ursprünglich wurde er von der North American Vegetarian Society ins Leben gerufen. Heute ist er von allen Vegetarier-Organisationen auf der Welt übernommen worden.
Obwohl jeder Mensch sich tagtäglich mit seiner Ernährung befassen muss, wird nur allzu selten darüber nachgedacht, welche Auswirkungen die eigene Ernährungsweise hat.
Dieser Tag soll die enormen globalen und lokalen Folgen des Fleischkonsums ins Bewusstsein bringen. Dazu gehören unter anderem die weitreichenden ökologischen und die gesundheitlichen Folgen. Auf der Homepage von www.vegetarismus.ch (von denen ich diesen Text geklaut habe) finden Sie auf über 1700 Internetseiten umfassende Informationen zur vegetarischen Lebensweise in all ihren Aspekten.
Hagen Rether - Die Wahrheit über Fleisch
2 Aug '09
Bekanntlich mag ich Hagen Rether. Bei Wikipedia steht sogar, dass er Vegetarier sein soll. Das erklärt, warum er in seinem Programm über Separatorendreck und Tiertransporte spricht. Außerdem hinterfragt er, ob es ein “Menschenrecht auf Leberwurstbrot” gibt, weil die Menschen sich schon morgens mit Tierkadavern vollstopfen.
Nicht das seine Zuschauer das unbedingt kapieren. Die lachen zwar beschämt, wenn Herr Rether ihnen den Spiegel vorhält, aber in der Pause drücken die sich wieder die vermusten und gewürzten Säugetiere in Form von Bratwürsten rein, als hätten Sie keine 5 Minuten vorher etwas über die Zustände der Massentierhaltung gehört (live erlebt!).
Das Fleischerhandwerk ist nun mal eine blutige Sache: Tiere werden getötet, Blut fließt, Därme und andere Innereien verbreiten einen unangenehmen “Duft”. Da ist es logisch, dass etwas für das Ansehen der Zunft gemacht werden muss. Und was bietet sich da besseres an, als etwas unter dem Deckmäntelchen “Kinderträume” zu tun?
Das muss sich auch die Firma “TönniesFleisch” gedacht haben, als Sie eine Pressemeldung zur 1. Europäische Zerlege-Meisterschaft verbreitet hat.
“Die Teilnehmer der Zerlege-Meisterschaft müssen in den Vorrunden je drei Schweineschultern ausbeinen, in den Finalrunden fünf Stück. Bewertet werden die Arbeiten nach Schnelligkeit und Qualität, bei Fehlern werden Zeitzuschläge aufgerechnet.
Veranstalter ist „Aktion Kinderträume – Verein der deutschen Fleischwirtschaft e.V.“, [...] Der Verein unterstützt Institutionen zur Erziehung, Betreuung und Weiterbildung hilfsbedürftiger Kinder und Jugendlicher und erfüllt Wünsche und Träume schwerkranker oder schwerbehinderter Kinder und deren Familien (www.aktion-kindertraeume.de).
Parallel können alle Gäste den gesamten Wettbewerb direkt von einer Tribüne im Zerlegebereich oder einer großen Videowand im Festzelt live mit erleben. [...] Der Gesamterlös des Tages geht in vollem Umfang an den Verein „Aktion Kinderträume“.”
Das das Töten und die anschließende Zerlegung von Säugetieren mit „Kinderträumen“ in Verbindung gebracht wird, ist schon eine lässige Perversität. Der Wahrheit halber sollte man diese Aktion beim nächsten mal in „Aktion KinderAlpträume“ umbenennen - denn: wer sagt schon einem Kind, wie das “leckere” Fleisch “produziert” wird? Oder wer würde ein Kind bei einer Schlachtung zusehen lassen?
Aber das ist den Profiteuren solcher Aktionen, wie den Fleischfabrikanten Tönnies, Hoeness (Howe) sowie Unterstützerinnen wie z.B. Veronica Ferres bestimmt recht egal. Hauptsache die Kasse - und das gesellschaftliche Ansehen - stimmt!
Als nächstes kommt was über die “Abwrackpämie für Milchkühe” vom Bauernverband. Die sind mindestens genauso krank.
Neulich im Kinderkanal (KiKa): bei einem Darsteller wird die Mama zu Besuch kommen. Aber die ist Vegetarierin. Was kochen? Es folgt eine ausführliche Beschreibung über die Geschichte der Maultaschen (die nicht vegetarisch sind). Am Ende der Sendung werden der vegetarischen Mama dann die Maultaschen samt Fleisch (heimlich) kredenzt. Ganz großes Kino, KiKa.
Als nächstes kommt vielleicht beim Kinderkanal eine Anleitung, wie man Moslems Schweinefleisch unterjubelt?
Prof. Dr. Uwe Waller, ehemaliger Chef des Kieler Aquariums (dazu Taucher und passionierter Angler, der das Tauchermesser im Wohnzimmer liegen hat) ist gerade dabei, mit Hilfe von 25 Millionen Euro von der Stadt Völklingen (Saarland) die größte marine Aquakulturanlage auf dem Festland zu bauen.
1,5 Millionen Fische bzw. fünfhundert Tonnen Seefisch sollen dort “wachsen”.
Dabei wird Bullshit-Bingo in bester Manier gepredigt. “Umweltfreundliche und nachhaltige Produktion”. Und Fische (Störe) soll es dort geben, die “reifen”. Es fehlt nur noch, dass beim töten der Tiere vom “ernten” gefaselt wird.
Herr Waller und Projekt-Kollegen sehen sich momentan auf einem Ritt auf einer Kanonenkugel (wie der olle Münchhausen?), die aber sanft landen soll. Dabei sollte auch solchen Speziesisten klar sein, dass Kanonenkugeln einschlagen. Heftig einschlagen.
Warten wir mal ab, wie viel Antibiotika oder andere Mittel gegen Parasiten, die ebenfalls die Ökosysteme der Umgebung und die menschliche Gesundheit gefährden, dort eingesetzt werden. Und wie die Ausbeute ist: in der Aquakultur benötigt man je nach Fischart ca. 4 Kilogramm Futter, um ein Kilogramm Fisch zu züchten. Ist sowas ökologisch sinnvoll?
Anstatt der Überfischung der Meere mit fischfreier Ernährung entgegenzuwirken, werden jetzt also Aquakulturanlagen in die Landschaft gesetzt. Aber was soll mensch von einem Angler auch erwarten?
Achja: die Stadt Völklingen soll die hässlichste Stadt Deutschlands sein. Schöner wird Völklingen mit dieser Massentierhaltungsanlage sicherlich nicht.
Quelle: Zahlenangaben
Relaunch
27 Mai '09
Seit 27.05.2009 sind die neuen Seiten von vegetarier.net und DerVegetarier.de online.
Einige Seiten werden noch überarbeitet (Grafiken & Links). Bis zum Wochenende wird alles wie gewohnt funktionieren.
Schweinegrippe! Na und?
27 Apr '09
Was soll man großartig zur Schweinegrippe schreiben? “Esst mehr Schweinefleisch” bietet sich an, wenn man die Nachrichten liest:
“Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht keine Gefahr durch den Verzehr von Schweinefleisch. Allerdings kann es trotzdem nicht ausgeschlossen, dass die Verbraucher zumindest kurzfristig weniger Schweinefleisch als zuvor nachfragen werden.” FAZ
“Ja, Schweinefleisch ist ungefährlich. Das ist wichtig.” Professor Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.
“Der Verzehr von Schweinefleisch sei völlig unbedenklich - für das Schinkenland Spanien eine überaus wichtige Information.” sueddeutsche.de
“Die EU-Kommission will in Zukunft nur noch von der “Neuen Grippe” sprechen. Damit will Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou auch negative Auswirkungen auf europäische Schweineproduzenten verhindern. “Der Verzehr von Schweinefleisch ist sicher, vorausgesetzt, es ist gekocht”, betonte sie. Die Verwendung des Begriffs Schweinegrippe könnte dagegen suggerieren, dass dem nicht so sei.” tagesschau.de
Schweinefleisch macht als beliebtestes Grillgut mit 88 Prozent einen nicht unerheblichen Teil der doitschen “Esskultur” aus. Also haut (weiter) rein!
Ansonsten wären einige Informationen über den Ursprung der Seuche hilfreich. Auch wurden bisher keine Informationen veröffentlicht, wie viele Schweine “gekeult” werden/wurden. Immerhin sorgt man sich um die Absatzzahlen von Schweinefleisch. Mal sehen, wann die ersten Politiker demonstrativ Schweinefleisch vor laufenden Kameras essen, um zu zeigen, dass dies völlig unbedenklich ist. Die Asiaten haben es bei der Vogelgrippe vorgemacht. Erfolgreich.
Die Ostertage bedeuten eine Zeit des Neubeginns. Christen feiern die Auferstehung, andere geniessen die Vorfreude auf den Sommer, und allen gemeinsam ist ein Gefühl der Hoffnung nach dunklen Wintertagen.
Tierfreunde allerdings können sich nicht auf diese helle Jahreszeit freuen, denn leider bedeutet Ostern nicht nur das Feiern eines wichtigen religiösen Festes, sondern steht auch für ein besonders brutales Gemetzel an jungen wehrlosen Lebewesen: den sogenannten Nutztieren. Besonders der Lammbraten gehört zu einer überholten Tradition, für die wenige Wochen alte Tiere von ihren Müttern weggerissen und in Schlachthäuser geschickt werden, die sie oft erst nach tagelangen und unvorstellbar brutalen Transporten quer durch Europa erreichen. Mehr bei der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus…
Was hatten wir die letzte Zeit nicht alles für Leckereien, oh sorry, Produkte: Ekelfleisch, Gammelfleisch und eitrige Schweineköpfe, die den Verbrauchern aufgetischt wurden.
Diesmal eine ganz neue Spezialität: mit Dioxin kontaminiertes Schweinefleisch aus Irland! “Hmmmmm”, würden die Perversen in den Kochshows wieder brummen…
Unser doitsches Wahrheitsministerium Bundesgesundheitsministerium - verantwortlich für die lückenlose Zurückverfolgung sämtlicher Fleischprodukte - konnte sich zu Anfang nicht auf eine offizielle Meldung einigen. Erst waren es 2,4 Tonnen (He, das sind grade mal 20 Schweinehälften. Das regt doch niemanden mehr auf…) und hat sich nun auf 2000 Tonnen Schweinefleisch geeinigt. Möglicherweise ist es sogar das ein oder andere Tönnchen totes Schwein mehr…
“Es besteht derzeit keine Gefährdung”, sagt die Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Bitte essen Sie weiter Schwein. Viel Schwein. Das macht groß und stark! Und um Himmels Willen keine Panik! Weihnachten steht vor der Tür. Die Schlachthäuser brauchen Nachschub zum Fest der Liebe!
Nach Einschätzung der irischen Behörden müssen nun bis zu 100.000 Schweine notgeschlachtet werden. Außerdem müssen zudem in Irland und im Ausland “Lebensmittel” im Wert von schätzungsweise 125 Millionen Euro vernichtet werden. Sicherlich wird schon über ein Konjunkturpaket nachgedacht, um die angeschlagene fleischverarbeitende Industrie anzukurbeln. Es stehen ja wieder Arbeitsplätze auf dem Spiel, gell?
Ansonsten sollte sich jeder Mensch mal fragen, was eigentlich irisches Schweinefleisch bei uns zu suchen hat? “Wir” Deutsche haben doch Millionen Schweine in unseren Massentierhaltungbetrieben. Warum verfrachtet man nun - Hallo, Ihr “wegen-CO2-Energiesparlampenaustauscher” - über hunderte Kilometer irisches Schweinefleisch per LKW zu uns?
Denkt mal nach, wenn der Schweinskopf mit dem Apfel um Maul Euch wieder “anlächelt” und Euch das Wasser im Mund zusammenläuft. Und im Hintergrund läuft “stille Nacht”…