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"Folgen der Massentierhaltung"

Überraschungs-Lasagne

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Gemüsegrippe?

Momentan breitet sich in Deutschland der Darmkeim Ehec aus. Ehec-Keime (Enterohämorrhagische Escherichia coli) sind eine gefährliche Form des Darmbakteriums Escherichia coli. Ehec-Erreger kommen natürlicherweise in den Därmen von Rindern, Schafen und Ziegen vor. Viele Menschen sind bereits erkrankt und es gibt auch Todesfälle.

Bei bisherigen Ehec-Ausbrüchen war es häufig so, dass Menschen sich beim Verzehr von rohem Fleisch oder Lebensmitteln angesteckt haben, die mit solchem Fleisch oder mit Rinderkot in Berührung waren. Auch Rohmilchprodukte sind oft Ursache von EHEC-Ausbrüchen. Aber diesmal soll es anders sein: als Übeltäter wird vor allem ungewaschenes Obst und Gemüse vermutet. Das Robert Koch-Institut (RKI) wird fast überall zitiert, “dass Produkte wie Rohmilch, Frischkäse und Rindfleisch ausscheiden. Der Erreger kann auch durch das Gülle-Düngen von Obst und Gemüse in den Nahrungskreislauf gelangt sein.” Vom Präsident des Robert Koch-Instituts kam beim Ausbruch der Schweingrippe die Meldung “Ja, Schweinefleisch ist ungefährlich. Das ist wichtig.” Na, das ist doch mal ein Wort!

Nun haben wir aber folgendes Problem: die heimischen Bauern lassen über einen Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster verbreiten: „Da wird gemutmaßt, dass EHEC-Erreger über Gülle auf das Gemüse gespritzt worden sei. Dabei ist es total abwegig, Gemüse mit Gülle zu düngen“, „Gülle wird nur auf Getreide-, Mais- oder Rapsäckern versprüht, aber noch bevor ausgesät wird.“ Vermutungen, dass EHEC über Gemüse verbreitet worden sei, hätten unnötig Verunsicherung geschürt. (Focus)

Skeptisch machen diese massiven Hinweise in jedem Bericht, dass es auf keinen Fall vom Fleisch kommt. Wobei kurz darauf der Hinweis folgt, dass Fleisch sicherheitshalber gut durchzubraten ist. Man glaubt da selbst seinen eigenen Worten nicht richtig. Sobald unsere Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ilse Aigner, medienwirksam in ein Lamm beisst, wissen wir was los ist…

Da nun aber trotzdem weiter viele “Experten” massiv vor Rohkost warnen: sollen wir Veg* den Salat nun vor dem Verzehr kochen oder in der Pfanne rösten?

Ursache des Erregers scheint die konventionelle Massentierhaltung mit deren kontaminierten Gülle zu sein, die seit Jahrzehnten das Grundwasser belastet. Warten wir also mal ab, was die Tage offiziell als Infektionsherd bestimmt wird.

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Dioxin: die Profiteure gehen in die Offensive

Nachdem ich mir heute temporär bei Anne Will (“Dioxin im Frühstücksei – kein Respekt vor Mensch und Tier?”) u.a. den Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft Thomas Janning und (mal wieder) Ex-Bundeslandwirtschaftsminister, Jäger und Bauer Karl-Heinz Funke (das sprechende Fleischderivat mit ungesunder Gesichtsfarbe) antat, kam mir der Tofu fast wieder hoch. Erinnerungen an 2004 kamen auf, als die Geflügelpest in Asien ausbrach und die Regierung von Thailand medienwirksam öffentlich Geflügel aß, damit der Absatz nicht einbrach.  Heute essen sie in Deutschland demonstrativ im TV Eier mit Schinken (neusprech: Bacon), um die Verbraucher zu beruhigen. Gehts noch?

Da werden die Hühnerbarone und deren Praktiken in Schutz genommen:  das wären ja auch Menschen mit Familien, die nur ihr Geld verdienen. Das diese Leute 50% der Hühnerküken sofort nach Geschlechtsbestimmung (sog. “Sexen”) vergast, lebendig vermust oder geschreddert, wird nebenbei mal verschwiegen.

Aber ist es eigentlich nötig, die Verbraucher zu beruhigen? Diese sind bereits so abgestumpft, dass der aktuelle Dioxinskandal das Kaufverhalten der meisten Verbraucher nicht verändert, meint der Spiegel. Das sind eh alles nur Einzelfälle. Alles wird gut! Schlimm ist auch die Verlogenheit der Verbraucher, die sich jetzt empören, aber alles immer billiger haben wollen und sich dann wundern, dass sie zum Schleuderpreis keine Qualität bekommen.

Bundeslandwirtschaftsministerium kritisiert Importverbote

Wie es tatsächlich um die Ganze Sache bestellt ist zeigt, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium nun in die Offensive geht: da wegen dem erhöhten Dioxin-Gehalt in deutschen “Agrarprodukten” Südkorea kein Schweinefleisch aus Deutschland mehr einführt, britische Supermärkte deutsche Eier aus den Regalen nehmen und die Slowakei ein Verkaufsverbot für Eier, Geflügel- und Schweinefleisch aus Deutschland verhängt hat, protestiert nun der Sprecher von Agrarministerin Ilse Aigner (CSU): „Wir stellen klar, dass zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gesundheitsgefährdung von deutschen Exporten ausgegangen ist“, sagte der Sprecher von Agrarministerin Ilse Aigner (CSU). „Wenn die Slowakei deutsche Produkte gesperrt hat, dann ist das unbegründet und damit völlig inakzeptabel“, betonte er. Ja ne, is klar. Hier will man die “Verbraucher” schützen, und anderen Ländern will man den Mist unterjubeln und jammert dann, wenn die dankend ablehnen. Die ganze Heuchelei ist nichts anderes als ein weiterer Kniefall der Regierung vor der Agrarlobby.

Aber schon interessant, wohin die Reise von deutschem Schwein, Huhn und Ei in die weite Welt geht. Soviel auch zum Klimaschutz. Was für ein krankes System. Und der Konsument, der sich die Energiesparlampe reindreht um die Welt zu retten,  macht mit.

Klar, es wird tatsächlich ein paar Bauernopfer geben, aber ansonsten wird der Dioxin-Skandal folgenlos bleiben. Die Schäden der Bauern werden vom Staat – also von uns allen – getragen und der Irrsinn geht ganz normal weiter. Wetten?

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Dioxin in tierischen Lebensmitteln

Seit einigen Tagen erschüttert ein Dioxin-Skandal ganz Deutschland. Das Futtermittel von Puten, Hühnern und Schweinen wurde mit dioxinhaltigen Industriefetten verseucht. Kontaminierte Lebensmitteln haben bereits die Verbraucher erreicht.

Die Chronik derartiger Lebensmittelskandale offenbart: ein Einzelfall ist das nicht. Auch dieser Skandal reiht sich in die grundlegende Problematik der intensivierten Tierwirtschaft und der billigen Fleischproduktion ein. BSE, mit Hormonen oder Antibiotika verseuchtes Fleisch, Schweinegrippe, Gammelfleisch, die Gefahren für Tier und Mensch sind zahllos!

Und wieder sollen als Lösung Tausende von Tieren verbrannt oder notgeschlachtet werden. In vielen Fällen handelt es sich dabei um blanken Aktionismus. Doch selbst wenn durch die vorzeitige Tötung der Tiere die unmittelbare Gefahr für die Verbraucher vorerst verringert wird, fängt der Kreislauf nach so einer “kompletten Entsorgung” fühlender Lebewesen von vorne an. Wenn wir weiterhin nur Symptombekämpfung betreiben anstatt bei der Ursache anzusetzen, werden uns solche Skandale immer weiter begleiten.

Fordern Sie zusammen mit dem VEBU (Vegetarierbund) eine Lösung der Problematik. Senden Sie eine Protestmail an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und rufen Sie die Politikerin dazu auf, keine Tiere unnötig töten zu lassen, pflanzliche Alternativen zu fördern und sich dauerhaft für den Schutz der VerbraucherInnen und der Tiere einzusetzen.

Für nachhaltige Lösungen wie eine Reduktion des Fleischkonsums und der Massentierhaltung spricht sich bisher kaum jemand aus. Fordern Sie zusammen mit dem VEBU langfristigere und effektivere Lösungsstrategien.

Der Vebu hat dafür eine Protestaktion gestartet.

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Verdorben haltbar und keine Gefahr für die Gesundheit

roentgenClostridium estertheticum nennt sich das kälteliebende Bakterium, dass flux nach der WM-Halbfinale-Niederlage gegen Spanien, vakuumverpacktes Wild, Lamm oder Rindfleisch verdirbt. So richtig verderben tut es aber anscheinend nicht, denn das dann schleimige und extrem stinkende Fleisch gilt nach Angaben des “Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (BfR)” aber nicht als krankheitsauslösend und sei deshalb in der niedrigsten Risikogruppe eingestuft worden.

Wissenschaftler tippen von einer maximal zweistelligen Anzahl Tonnen Fleisch, dass die Runde macht – was ja heutzutage geradezu vernachlässigbar und tolerierbar wäre. Denken wir an die ersten Zahlen 2008, die wegen dem irisches Dioxin-Fleischs durch die Medien geisterten. Zuerst waren es ganze 2,4 Tonnen und am Ende offiziell 2000 Tonnen.

Also bitte keine Panik an der Fleischtheke: es ist Grillsaison.

Das BfR betont, dass Vergleiche mit Gammelfleisch daher nicht gezogen werden sollen (böse TAZ!). Befürchtet man wieder einen Verkaufseinbruch bzw. Kaufverlagerung zu anderen Kadaver-Produkten? Das wäre ja bitter, für die armen Fleischproduzenten. Also: es ist kein Gammelfleisch. Es ist Grillsaison. Und bei billigem Massentierhaltungsfleisch muss man nun mal Abstriche bei der Hygiene machen.

Es gammelt doch nur ein bisschen…

Kaufen Sie bitte weiter Fleisch. Und falls Sie so ein Stück Massentierhaltungs-Lebenkraft aus seiner Vakuumfolie zum konsumieren schälen und es stinkt zum Himmel: der Metzger Ihres Vertrauens wird es sicherlich gerne umverpacken und umettiketieren. Das gehört zum guten Service.

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Nutztiere erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Treibhausgase!

Bereits im Jahre 2006 hat die Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) veröffentlicht, dass die weltweite Fleischproduktion für 18% der durch Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich ist.

Für das World-Watch-Institut haben nun 2 Umweltwissenschaftler der Weltbank diese Zahlen nachgerechnet und korrigiert: Die FAO, welche sich weltweit für einen höheren Fleischkonsum einsetzt, hat bei ihren Berechnungen einiges “übersehen”, anderes unterschätzt und manche Emmissionen falsch zugeordnet.

Nach Korrektur dieser Fehler und Anpassung an den aktuellen Stand der “Tierproduktion” (von 2006 bis 2009 hat sich diese weltweit weiter erhöht) stellten die Wissenschaftler fest, dass der Beitrag der Produktion tierischer Produkte auf die Treibhausgase mindestens (!) 51% betragen!

Statt den von der FAO berechneten 7516 Millionen Tonnen CO2-eq pro Jahr erzeugt die Produktion tierische Nahrungsmittel ganze 32564 Millionen Tonnen CO2-eq.

Dies heisst: Selbst wenn man weltweit auf alternative Energien umsteigen würde, alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen und alle Autos und Flugzeuge verbieten würde, wäre der Effekt fürs Klima kleiner, als wenn man die Ernährung von tierischen auf pflanzliche Produkte umstellen würde.

Der ganze Artikel aus dem aktuellen WorldWatch-Magazin ist online erhältlich: Livestock and Climate Change.
Presseerklärung des World-Watch-Institutes: Livestock Emissions: Still Grossly Underestimated?
Veröffentlicht hat diese Meldung: Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)

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Schweinegrippe! Na und?

Was soll man großartig zur Schweinegrippe schreiben? “Esst mehr Schweinefleisch” bietet sich an, wenn man die Nachrichten liest:

“Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht keine Gefahr durch den Verzehr von Schweinefleisch. Allerdings kann es trotzdem nicht ausgeschlossen, dass die Verbraucher zumindest kurzfristig weniger Schweinefleisch als zuvor nachfragen werden.” FAZ

“Ja, Schweinefleisch ist ungefährlich. Das ist wichtig.” Professor Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.

“Der Verzehr von Schweinefleisch sei völlig unbedenklich – für das Schinkenland Spanien eine überaus wichtige Information.” sueddeutsche.de

Die EU-Kommission will in Zukunft nur noch von der “Neuen Grippe” sprechen. Damit will Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou auch negative Auswirkungen auf europäische Schweineproduzenten verhindern. “Der Verzehr von Schweinefleisch ist sicher, vorausgesetzt, es ist gekocht”, betonte sie. Die Verwendung des Begriffs Schweinegrippe könnte dagegen suggerieren, dass dem nicht so sei.” tagesschau.de

Schweinefleisch macht als beliebtestes Grillgut mit 88 Prozent einen nicht unerheblichen Teil der doitschen “Esskultur” aus. Also haut (weiter) rein!

Ansonsten wären einige Informationen über den Ursprung der Seuche hilfreich. Auch wurden bisher keine Informationen veröffentlicht, wie viele Schweine “gekeult” werden/wurden. Immerhin sorgt man sich um die Absatzzahlen von Schweinefleisch. Mal sehen, wann die ersten Politiker demonstrativ Schweinefleisch vor laufenden Kameras essen, um zu zeigen, dass dies völlig unbedenklich ist. Die Asiaten haben es bei der Vogelgrippe vorgemacht. Erfolgreich.

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”Wozu Fangquoten? – Bei uns zuhause kommt der Fisch aus der Dose!

Bis zum Jahr 2048 sind die Meere leer gefischt

Das Artensterben galoppiert. Regelmäßig dokumentieren Studien den Niedergang bestimmter Arten – jetzt hat ein internationales Forscherteam aus Ökologen und Ökonomen den großen Überblick über die Biodiversität in den Ozeanen unternommen. Das in der aktuellen Ausgabe von [extern] Science (Vol 314 vom 3. November 2006) veröffentlichte Fazit ist eindeutig: Wenn das Artensterben im derzeitigen Tempo voranschreitet, sind wilde Meerestiere ab 2048 von der Speisekarte verschwunden.

Ein lesenswerter Artikel von Katja Seefeldt, erschienen bei Heise… mit vielen ignoranten Kommentaren in den Foren.

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Die Menschheit isst immer mehr Fleisch

In Entwicklungsländern kann die Nahrungsproduktion nicht mit der Nachfrage mithalten.

PARIS/WIEN. Die Menschen werden immer mehr zu Fleischessern. Schon im letzten Vierteljahrhundert hat sich die weltweite Fleischproduktion fast verdoppelt – und auch für die nächsten zehn Jahre gehen Experten von jährlichen Steigerungsraten des Fleischkonsums von rund drei Prozent aus. Der Löwenanteil dieser Ernährungsrevolution passiert laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von OECD und Welternährungsorganisation FAO in der Dritten Welt. Die ärmeren Staaten verbrauchen demnach zusammen erstmals mehr Fleisch als die Industriestaaten. (www.diepresse.com)

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Vogelgrippe: Eine weitere Auswirkung des massiven Fleischkonsums

Die Gefahr einer weltweiten Pandemie, ähnlich der von 1918, ist nach wie vor vorhanden. Die Ursache ist auch diesmal, wie schon damals, ein neues Grippevirus dass durch die Tierhaltung entstand. Damals starben 40-50 Millionen Menschen daran. Durch die heutige vernetzte Welt könnten es wesentlich mehr werden. Doch der Geflügelfleischkonsum geht munter weiter: Deutsche essen weiter Geflügel (20.10.2005). Das wird sich schlagartig ändern, wenn die ersten Fälle von Vogelgrippe ind Deutschland bekannt werden. Erst dann bekommt der Verbraucher wieder Panik. Siehe BSE.

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