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"Allgemein"

Bundesernährungsminister

Der Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) will Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Produkte künftig verbieten. Begriffe wie “vegetarisches Schnitzel” oder “vegane Currywurst” seien “komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher”, sagte der CSU-Politiker der “Bild”-Zeitung (Mittwochsausgabe). Er setze sich dafür ein, “dass sie im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden”.

Mal sehen, ob Christian Schmidt auch “Wurstsalat” und “Leberkäse” künftig verbieten will. Das ist auch komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher. Ja, die armen “Verbraucher”.

Außerdem meint unser Bundesernährungsminister, dass “Kantinen von Schulen und Kindergärten regelmäßig Gerichte mit Schweinefleisch anbieten sollen”.

Jo mei, was hat Herr Schmidt denn mit dem Weihnachtsmenü konsumiert?

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Welche Tiere darf man essen?

Anlässlich des Welttierschutztages hat die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) ein Video von Dr. Ruediger Dahlke freigegeben mit Auszügen aus seinem Vortrag den er dieses Jahr in Winterthur gehalten hat. Er zeigt darin sehr deutlich den Widerspruch zwischen Tiere lieben und Tiere essen auf.

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Verdammte Toleranz – Tofu ist schwules Fleisch

In der letzten Zeit häufen sich hier die Kommentare und EMails von Fleischessern, die mehr Toleranz durch Vegetarier und (erst recht) Veganer fordern. Häufig essen diese Schreiberlinge lt. Eigenauskunft nur ganz selten Fleisch – und wenn – dann ist es Bio und vom Metzger des Vertrauens. Oder sie überlegen, ihren Fleischverbrauch einzuschränken. Damit, so die gängige Meinung, ist der Ethik und der Moral doch Genüge getan und man sollte nun jegliche Provokationen gegenüber Fleischköstlern doch bitte einstellen.

Außerdem wären Fleischesser doch auch tolerant, denn sie könn(t)en die Argumente der Veg*s gegen das Fleischessen nachvollziehen. Aber: es wäre u.a. der “Geschmack” oder die “Lust” Fleisch und Wurst zu essen, die einen dazu treibt Tiere töten zu lassen (<- das ist wohl wieder provokant!?), um diese anschließend zu verspeisen. Und das sollte man nun mal akzeptieren – und fordert die Absolution.

Dabei werden die mittlerweile beliebten Worte und Phrasen wie Produkte, Konsumenten und Nachhaltigkeit verwendet. Keiner will mehr ein gewöhnlicher Fleischesser sein, der Tiere isst: “Ich bin doch nur ein Verbraucher der Produkte konsumiert.”, hört sich auch viel harmloser an und verdrängt, was sich hinter Currywurst, Burger oder Schnitzel versteckt. Mal wieder Bullshit-Bingo des pervertierten Systems. Das Brain-washing der Medienkultur im Auftrag der Tierausbeuter-Lobby-Industrie funktioniert prächtig.

Nun frage ich mich, warum Fleischesser dieses Blog eigentlich besuchen und sich anschließend provoziert fühlen? Es steht hier unmissverständlich in großen Buchstaben: “Alles für Vegetarier + Pro Vegan”. Wer eine Informationsquelle sucht um sein, wie es doch so schön modern und neudeutsch heißt, “Fleischkonsum zu reduzieren”, wird hier wenig Unterstützung finden. Es gibt hier auch keine Rezepte mit “Fleischersatzprodukten”, denn davon halte ich nix. Und wer dabei Hilfe braucht, einen einzigen Tag(!) auf Fleisch/Wurst zu verzichten ist hier auch am falschen Ort.

Aber ich habe trotzdem eine große Hilfe für alle, die etwas ändern wollen. Folgendes Video sollte jeder gesehen haben, bevor er nochmal Toleranz für seine Essgewohnheiten fordert. Es kostet nur ein paar Minuten Zeit. Earthlings.

Tofu ist schwules Fleisch

Und wenn wir mal bei Toleranz sind: ein paar “kreative Köpfe” einer Werbeagentur haben vor einiger Zeit für eine Steakhauskette ein Anzeigemotiv gestaltet.

Es zeigt ein Steak, gegrillt und verzehrfertig, darauf steht – wie mit einem Brennstempel hineingesengt – der Spruch: “Tofu ist schwules Fleisch”.

Nicht nur, dass diese Anzeige homophob und provokativ ist: sie impliziert, dass nur richtige Hetero-Männer Fleisch essen. Das man damit den Nerv der Zeit getroffen hat, zeigen die vielen Macho-Kommentare in den Foren des Spiegel, wo ich von dieser Werbekampagne gehört habe. Dort ist auch ein Foto des Steaks zu finden.

Von der Werbeagentur stammt auch der Spruch: “Wenn man Tiere nicht essen soll warum sind sie dann aus Fleisch?”

Soviel zu Toleranz. Auch als Veg* kann man den Braten riechen…

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Foren Signatur für Vegetarier und Veganer

Signatur-Generator für Vegetarier und Veganer

Signatur-Generator für Vegetarier und Veganer

Wir haben täglich die Gelegenheit, einen Blick in die psychologische Steinzeit zu werfen, wenn wir unsere Mitmenschen beim Konsum tierischer Lebensmittel zusehen (müssen) und deren Argumentation ertragen (müssen). Mit der neuen Veg* Foren Signatur kann man wenigstens in Internet-Foren, Blogs oder bei Facebook ohne großartige Diskussion aufzeigen, welche Auswirkungen unsere Essgewohnheiten haben.

Es ist zwar in Zahlen nicht ausdrückbar, was täglich Tieren angetan wird, aber diese Foren Signatur versucht immerhin in Erinnerung zu rufen und zu vergegenwärtigen, wie viele Tiere von einem Vegetarier oder Veganer durch seine Lebensweise nicht verspeist und somit nicht für ihn getötet wurden.

Nun zu der “problematischen” Seite dieser gutgemeinten Sache: die Zahlen sind schwer reproduzierbar. Im Internet kursieren einige Zahlen, wobei sich manche sogar auf Angaben des statistischen Bundesamtes berufen.

Die Foren Signatur geht davon aus, dass der typische Deutsche durchschnittlich 75 Jahre alt wird und in dieser Zeit folgende Tiere verspeist:

  • Rinder, Kühe, Kälber: 4
  • Schweine: 46
  • Schafe/Lämmer: 4
  • Geflügel: 1040 (945 Hühner, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne)
    = 1094 Tiere

Wobei die Truthähne eher auf eine amerikanische Statistik deuten und für Fische und “Meerestiere” anscheinend keine Zahlen vorliegen.

Hier kann die Signatur erstellt werden. Eine Registrierung ist nicht notwendig.

Falls jemand aktuelle Zahlen (mit Quelle) oder Verbesserungsvorschläge für die Signatur hat, hier rein…

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7 Wochen ohne – vegetarisch durch die Fastenzeit

Dioxin im Schweinefleisch, Gammel-Döner, Massentierhaltung – die Zahl der Menschen, die ohne Fleisch lebt, ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Dass fleischfreie Ernährung nichts mit lustfeindlicher Enthaltsamkeit zu tun hat, aber viel mit Gesundheit und Fitness, ist von 9.3. bis 21.4.2011 Thema der Serie „7 Wochen ohne – vegetarisch durch die Fastenzeit“ in der „SWR Landesschau Baden-Württemberg“, montags bis freitags, 18.45 bis 19.45 Uhr.

Dabei begleiten drei Videoreporter des SWR Menschen, die sonst Fisch und Fleisch essen, bei ihrem Versuch, vegetarisch zu leben.

Mit dabei: Friedrich, Felix, Maik, Ferdinand – eine Männer-WG aus Stuttgart. Die Aktion wird die vier jungen Ingenieure und begeisterten Sportler auf eine harte Probe stellen: „In unserem Kühlschrank werden Sie kaum was Vegetarisches finden. Aber wir glauben, dass der Fleischverzicht uns alle ein bisschen bewusster macht, was beim Einkaufen in die Tüte kommt.“ Auch Bernd und Dunja Horlacher aus Ulm, beide Designer bei WMF, stellen sich der Fasten-Herausforderung. Sie sind nebenbei begeisterte Hobbyköche – gerne auch mit Fisch und Fleisch. „Das wird nicht einfach werden“, sagt Bernd Horlacher. „Aber auf der anderen Seite: warum nicht? Schließlich hat mein Arzt öfter schon mal meinen etwas erhöhten Cholesterin-Spiegel angemahnt. Da kommt die Aktion gerade richtig.“ Die Protagonisten berichten in einem Blog über ihre Erfahrungen.

Sternekoch Sören Anders aus Karlsruhe und Ernährungswissenschaftler Sven Bach geben den Vegetariern auf Probe Ernährungstipps. Im „Landesschau“-Studio spricht Karen Duve am 6.4.2011 über ihr neues Buch „Anständig essen“. Jeweils zwei Monate lang testete sie Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch wie etwa vegetarisch oder vegan.

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MEATOUT 2011

Der “Vegetarierbund Deutschland e.V.” und “Die Tierfreunde e.V.” rufen gemeinsam zur Teilnahme an Meatout 2011 auf. Meatout ist ein weltweites Aktionsbündnis, in diesem Jahr mit dem Aktionsschwerpunkt vom 18. – 20. März.

Angesprochen sind alle Organisationen und Einzelpersonen, die sich der veganen Ernährung und / oder den Tierrechten verpflichtet fühlen.

Meatout gibt es seit 1985, es wurde von Farm (Farm Animal Reform Movement) in den USA initiiert und findet auf der ganzen Welt immer mehr Unterstützer.

Wir nennen jetzt unsere Aktionstage auch Meatout, denn wir wollen uns solidarisch zeigen und finden: Wird auf der ganzen Welt unter diesem Motto etwas unternommen, ist die Medienwirksamkeit deutlich größer, als wenn jede Gruppe “ihr eigenes Süppchen kocht”.

Auf europäischer Ebene koordiniert die European Vegetarian Union (EVU) die Kampagne und wird auf der Ebene die Pressearbeit leiten.

Wir wollen Interesse wecken und aufklären. Eine Ernährung ohne tierische Produkte ist köstlich, gesund und “ehrlich”. Ernährung als Umweltschutz, Ernährung als Basis menschlicher Werte und vor allem Ernährung als Voraussetzung für Gerechtigkeit und Frieden.

Meatout wird neben Joaquin Phoenix und Pamela Andersen auch unterstützt von der Schauspielerin Stephanie Kindermann, der Deutschen Meisterin im Amateur-Boxen Elena Walendzik, der Deutschen Meisterin im Rugby mit St. Pauli Johanna Jahnke, dem Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz und dem Kabarettisten Ingo Insterburg. www.meatout.de

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McDonald’s startet Feldversuch: Salatladen ohne Hamburger

McDonald’s hat in Paris seine erste reine Salatfiliale eröffnet. In ungewohnter Inneneinrichtung mit Chrom, Glas und hellem Holzlaminat sind hinter der Theke Rucola, Feld- und grüner Salat, Radicchio und Spinatblätter verstaut.

In den Stahlboxen, wie in einer Eisdiele, wird zudem eine Vielfalt von Zugaben angeboten: Mais, Artischockenherzen, Champignons, Oliven, Schafskäse, getrocknete Tomaten, Gewürzkräuter und vieles mehr. Man wählt die gewünschten Zutaten und die bunte Mischung wird mit dem Wiegemesser klein geschnipselt. Dazu wählt man noch eine von vier verschiedenen Saucen aus und der Salat ist fertig.

Das alles gehört zum Image-Wechsel, mit dem McDonald’s neue Kunden gewinnen will: weg vom Fleischtempel mit billiger, industrieller Massenware und hin zu grün und bio.

Mal abwarten, wann einer dieser Läden in Deutschland aufmacht.  Bilder bei Spiegel Online.

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Weihnachtsaktion des Vegetarierbund 2010

Eigentlich wollte ich etwas über den Skandal beim Kinderkanal schreiben, weil dieser Verein es seit über einem Jahr nicht schafft, Kindern die Möglichkeit zu geben sich über eine fleischfreie Ernährung auf deren Homepage zu informieren, aber mehrere Millionen für Fake-Dienstleistungen zum Fenster rauswirft. Stattdessen gibst es was besseres:

Auch in diesem Jahr führt der Vegetarierbund (VEBU) wieder seine erfolgreiche Weihnachtsaktion durch. Unter dem Motto „Leben und leben lassen“ ruft der VEBU dazu auf, bei aller Besinnlichkeit zu Weihnachten auch an das Leid der Tiere zu denken und die Feiertage den Tieren und der Umwelt zuliebe fleischlos zu gestalten.

Der VEBU wendet sich mit dieser Aktion an alle Tierfreund_innen. Denn: Bei aller Freude inmitten des Lichterglanzes und Tannenduftes gerät eines häufig in Vergessenheit: Viele Millionen Tiere, leidensfähig und schmerzempfindlich wie wir Menschen, werden nach einem kurzen, meist sehr qualvollem Leben getötet, um als festtäglicher Braten auf unseren Tellern zu enden.

Doch es geht auch anders und ist so einfach: Wenn auch Sie in diesem Jahr einem Tier zum Fest sein Leben schenken möchten, gibt es zahlreiche Alternativen für ein leckeres vegetarisches Festtagsmenü. Überzeugen Sie als Tierfreund_in Ihre Familie, Freund_innen und Bekannte mit köstlichen, herzhaften und tierfreundlichen Veggie-Festbraten. Guten Appetit! Weitere Festtagsrezepte finden Sie hier.

Besinnliche Weihnachtszeit.

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Heute ist Weltvegetariertag

Der Weltvegetariertag (englisch World Vegetarian Day) ist ein internationaler Aktionstag, der seit 1977 jeweils am 1. Oktober stattfindet.

Passend dazu wurde heute unser You Tube Channel erstellt. Im ersten Video gibt es Hagen Rether – in Höchstform – u.a. mit dem Dalai Lama, dem er “eine CO2 Bilanz wie ein Kohlekraftwerk” unterstellt. Unbedingt ansehen!

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Brauchen wir “Pseudotier”?

Momentan wird verstärkt über Vegetarismus informiert, diskutiert und neue Trends und Zahlen veröffentlicht. Oder es wird allgemein berichtet. DER SPIEGEL 32/2010 vom 09.08.2010 schreibt unter “Lebensstil”: “Intellektuelle verzichten auf Fleisch und wollen so eine bessere Welt schaffen”.

Sicherlich ist das Buch von Jonathan Safran Foer: Tiere essen neben dem Sommerloch nicht unwesentlich dafür verantwortlich. Nicht alles von ihm ist unbedingt nachvollziehbar, aber die Eindrücke die er vermittelt, können sicherlich zum überdenken der Essgewohnheiten anregen.

Auch eine Vegetarier-Messe wird angekündigt: “VeggieWorld”, eine neue vegetarische Messe, soll im kommenden Jahr in Wiesbaden Premiere feiern. Die “VeggieWorld” werde nach Angaben der Veranstalter vom 11. bis 13 Februar Besucher “rund um die gesunde, fleischfreie Lebensweise” informieren. Hört sich sehr gut an. Try it!

Ob das Geschäft mit Imitaten auf Pflanzenbasis boomt, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn sich in meinem Essen etwas befindet, was fleischähnlich aussieht und sich vielleicht sogar genauso kauen lässt, widert mich das eher an. Mit Food-Imitaten holt man wohl eher den normalköstelnden Produktkonsument für ein fleischfreies kulinarisches Abenteuer ab. “Ja, war lecker. Aber hat nicht genau wie Fleisch geschmeckt.”

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